Stellungnahme
Stellungnahme des stellvertretenden Elternsprechers der erw. Realschule Herz-Jesu
Als stellvertretender Elternsprecher der erw. Realschule bin ich empört über die Schließung der Schule zum 24. Januar 2011.
Seit Bestehen der Schule gab es von Seiten der Schulbehörden keine Klagen über den Schulbetrieb.
Das Ministerium gibt als Grund an, dass das Wohl der Kinder gefährdet sei. Hierbei handelt es sich aus juristischer Sicht um das theoretische Wohl der Kinder.
Das Ministerium benutzt dabei den Wortlaut des § 45 SGB VIII in Anlehnung an die Schließung des Internates im Sommer 2010 als Schlagwort, das in der breiten Öffentlichkeit jedoch eher Missbrauch , Gewalt, Angst, tatsächliche Gefährdung etc. suggeriert, als es den Sachverhalt objektiv zum Ausdruck bringt.
Wie aber geht das Ministerium mit dem tatsächlichen, aktuell erlebten Kindeswohl um?
Kinder sollen zum Schulhalbjahr die Schule wechseln
- Das existentielle Kindeswohl wird tatsächlich und nicht unerheblich gefährdet
- 9 Schulabgänger sollen ihre Abschlussprüfungen an einer anderen Schule, teilweise in anderen Bundesländern mit anderen Lehrplänen abschließen
- Die allgemeine Erfahrung zeigt, dass unter diesen Bedingungen die Leistungen absinken und die Prüfungen grundsätzlich schlechter ausfallen
- Dies ist eine zusätzliche Benachteiligung bei der Suche nach einem qualifizierten Ausbildungsplatz
Kinder sollen eine Schule verlassen an der sie sich wohl fühlen
- keine Schulhofgewalt, Diebstahl, Vandalismus, keine Drogen
- kleinere Schulklassen
- das soziale Umfeld, kein Mobbing
- das Miteinander von Schülern, Lehrern und Erziehern auf der Basis einer einheitlichen Wertorientierung
- sportliche und kulturelle Angebote (Sport AG, Theater AG, erlernen von Musikinstrumenten, Pfadfinder
- gemeinsame Projekte wie Schülerfirma
Leider wurden sämtliche Bemühungen der Schulleitung, der Lehrer, der Eltern mit den verantwortlichen Behörden persönlichen Kontakt aufnehmen zu können vom Ministerium ignoriert.
Man gibt uns keine Chance über die angeblichen Missstände zu sprechen und durch Gespräche und Mitarbeit mit den Behörden, zu beheben.
Wir Eltern werden alles tun, was in unserer Macht steht, diese Schulen für unsere Kinder zu erhalten, um ihre bisherige wertorientierte Erziehung zu ihrer charakterlichen Entwicklung zu sichern.
Franz Josef Maas
Stellvertretender Elternsprecher der Erw. Realschule Herz Jesu